Festgehalten in La Paz

Dingi und Furler installiert, danach Einkauf in Loreto und Besuch von San Javier. Rücksegeln mit Ankerstopps nach La Paz, Geburtstag in der Marina. Dann Segelverbot durch den Hafen – Start Richtung Los Cabos verschoben, aktuell festgesetzt.

Festgehalten  in La Paz

Die anstehenden Arbeiten wurden wie geplant fertig, das neue Dingi hängt jetzt wieder wie gehabt am Heck. (9 Monate Lieferzeit)

Die Installation des neuen Furlers (Bauteil zum ein & ausrollen der Genua) 

war dabei die umfangreichste Arbeit. 

Für Samstag hatte ich mir einen Wagen gemietet um im 20 km entfernten Loreto noch ausgiebig einzukaufen. Nachdem alles verstaut war nutzte ich die Gelegenheit des Mietwagens und habe den Ort San Javier im Hochland besucht. Ein kleines Dorf gegründet von Franziskaner Mönchen das heute noch 200 Einwohner zählt. Die Strasse endet nach 35 km im Ort mit einer alten Kirche, ein paar wenigen “Restaurants“ und netten Einwohner. Jorge sprach mich an und zeigte mir stolz seine über 300 Jahre alten Olivenbäume, die auch noch tragen sollen wie er sagt. Im Anschluss haben wir noch ein Bierchen zusammen getrunken bei dem seine Enkelin das nette Foto geschossen hat. 

Wie geplant habe ich am Dienstag (8.02) die Marina Richtung La Paz verlassen, der erste Ankerplatz mal gerade 3 sm um die Ecke entfernt. 

Die Bucht zum Ankerplatz der kleinen Insel “Isla Danzante“ war zu queren und mit kurzer steiler Welle, 20 kt Wind etwas ungemütlich. Irgendwie fühlte sich die Fahrt an als ob Serenity ein Schleppnetz zieht, heißt Unterwasserschiff und Schraube benötigen dringend einer Reinigung. (macht im Hafen nicht wirklich Spass) Am nächsten Tag nach dem Frühstück, übrigens mit Heizung (13 grad im Salon) ging es ins 20 Grad 

frische Wasser. Der Propeller war so mit Muscheln bewachsen das ich mich gewundert habe das überhaupt Vortrieb möglich war…

-2 Std später war alles wieder sauber und ich hwar auch an die 

Wassertemperatur gewöhnt.

Die 120 sm bis La Paz bin ich gemütlich mit diversen Ankerstops in 6 Tagen gesegelt. Der geplante Liegeplatz in der mir bekannten und bezahlbaren Marina gab es leider nicht, musste dann auf eine teurere Marina ausweichen. Für die Schweissarbeiten einmal und auch um meinen Geburtstag an Land mit guten Bekannten zu verbringen habe ich 2 Tage gebucht. Der gemeinsame Geburtstagsabend mit Marta und David war es alle Mal wert. Am darauf folgenden Tag wollte ich um 14 Uhr los und fragte über Funk um Unterstützung beim ablegen an. 

Die Antwort erfreute mich nicht gerade, da es hieß der Hafen wurde vom Hafenkapitän bis auf weiteres  geschlossen - Grund: starker Wind. 

Starker Wind der Forecast meint etwas über 20 kt vielleicht in Böen mal 30kt.

Das passt genau für mich & mein Segelboot und ich fahre auch auf eigene Verantwortung los war mein Einwand. 

Man kann mich nicht festhalten war die Antwort, aber wenn mich die Coast Guard draussen aufgreift kann mich das bis zu 10.000 usd kosten. 

Super, da hat man Wind und darf nicht segeln !! 

Der Hafenkapitän hier in La Paz ist wohl bekannt für solche Aktionen. Also hänge ich noch immer in der Marina fest und der “Taxometer“ läuft . 

Hoffe morgen raus zu kommen um mich auf den Weg nach Los Cabos zu machen.  

Für Interessierte: Meine aktuelle Position sollte jetzt wieder angezeigt werden.