Isle Taveuni
Taveuni & Inselabenteuer: Mit Freunden geht es zu Wasserfällen im Bouma-Park, über Urwaldpfade und Seilpassagen bis zu natürlichen Felsrutschen. Neben Kava-Zeremonie, Datumsgrenze und Inseltouren folgen entspannte Tage mit Tauchen und herzlichen Begegnungen an Fijis Ostküste.






Roland hat Besuch aus der Schweiz und gemeinsam mit den Beiden segeln wir ein paar Meilen östlich zur Nachbarinsel Taveuni.
Der Ankerplatz mit dem Namen Mateo Point liegt direkt an der Ringstraße der Insel. Wir landen mit dem Dingi an und laufen ein paar Meter bis zu einem netten Lokal Tramonto mit super Ausblick über das Ankerfeld.
Dank Erwins Kenntnisse brauchen wir nicht zu recherchieren was man unternehmen kann, er kennt die Highlights hier und den Taxifahrer Harry ebenfalls.
Pünktlich am nächsten Morgen werden wir mit einem Minivan abgeholt. Eine Wanderung zu mehreren Wasserfällen steht heute auf dem Programm.
Nach ca 40 min erreichen wir den kleinen Parkplatz des Bouma-Parks . Wir bezahlen den Eintrittspreis und machten uns auf den Weg. Kaum 10 Minuten nach Start der Wanderung erreichten wir den ersten Wasserfall. Es gibt ein breites Tauchbecken, das zum Schwimmen einlädt. Da wir aber nicht mit nassen Klamotten bis zu den obersten Fällen laufen wollen sparen wir uns das vielleicht für den Rückweg.
Die Wanderung vom ersten Tavoro-Wasserfall zum Zweiten benötigt etwas mehr Ausdauer. Der Weg geht ca 30 min über mehrere Stufen hinauf bis zu einem Aussichtspunkt über die Bucht und auf die Insel Qamea.
Mit leichter Steigung geht es zu einer Abzweigung die uns zum Zweiten Wasserfall führt. Hier wird es das erste Mal spannend da wir den Fluß mit Hilfe von gespannten Seilen überqueren müssen. Von hieraus nur noch wenige Meter und wir sind da. Ein paar Einheimische weisen uns den besten Weg über die Felsen zur andere Seite des Flusses, wo ein steiler Anstieg uns auf den Pfad zum letzten der drei Fälle bringt. Dieser ist weniger ausgebaut und ist hier und da etwas glitschig. Nach einer schönen Wanderung durch den Urwald erreichen wir unser Ziel. Raus aus den Klamotten und rein ins kühle Naß - einfach herrlich.
Nach unserer Abkühlung und einem kleinen Snack geht es auf einem kleinen Trail zurück zum Ausgangspunkt -Klasse Tour - !!
Zurück an Bord bleibt nicht viel Zeit zum ausspannen da wir zum Essen im Restaurant Tramonto von Erwin & Bea abgeholt werden. Geplant war ein ruhiges Abendessen aber Samstags Abend zelebrieren die Einheimischen bei Musik und Tanz ihre Kava Zeromonie. Für 10 Fiji Dollar probieren wir es auch, bekommen eine Waschschüssel mit einer braunen Brühe auf den Tisch gestellt und werden von den Lokals in den Ablauf eingewiesen. Schmeckt nach Sand mit Wasser gemischt - auch sieht es nicht sehr appetitlich aus - ich bleibe lieber beim Bier.
Info Kava
Kava, auch bekannt als Yaqona oder ganz einfach Grog, ist das traditionelle Nationalgetränk Fidschis. Es ist ein leicht narkotisierendes und beruhigendes Getränk, das aus der zerkleinerten Yaqona-Wurzel hergestellt und mit Wasser abgeseiht wird. Es wird im Rahmen der traditionellen Kava-Zeremonie in einer großen Gemeinschaftsschale serviert.
Am Morgen danach geht es wieder per Dingi an den Strand wo Harry uns abholt für eine weitere Inseltour. Zuerst geht es zu der Waitavala Natural Rock Waterslide
Kleiner Wasserfall mit anschließender Rinne wo das Wasser über Jahre die Felsen glattgeschliffen hat. Ein Riesen Spaß auch für uns “Alten“
Danach geht es weiter zur geographischen Datumsgrenze, die entlang des 180 Breitengrad mitten durch die Insel verläuft. Hier können wir mit einem Bein im “Heute“ und mit dem Anderen im “Gestern“ stehen.
Info
Die Datumsgrenze ist jedoch keine gerade gezogene Linie, sondern berücksichtigt politische Zugehörigkeiten wie bei den Aleuten oder wirtschaftliche Netzwerke. So beschloss Samoa im Jahr 2011, auf die westliche Seite zu wechseln, wo die wichtigsten Handelspartner Neuseeland und Australien liegen.
Auch Kiribati. Bis 1995 lief die Datumsgrenze mitten durch das Inselreich im Pazifik, dessen Atolle in Ost-West-Ausdehnung über fast 5000 Kilometer verteilt sind. Dann beschloss die Regierung, sich ganz nach Westen zu orientieren. So liegt die Insel Kiribati zwar östlich der Datumsgrenze, gehört zeittechnisch aber in die westliche Hemisphäre.
Nach ein paar Sightseeing Stops geht es zurück zum Schiff. Kurze Zeit später dann Anker auf Richtung Viano Bay. Gegen frühen Abend liegen wir wieder an unserem gewohnten Ankerplatz.
Bevor es für uns wieder in Richtung Savusavu geht unternehmen wir noch einen Tauchgang mit Roland am Aussenriff. Am Abend lädt er uns zum Essen in sein Paradies ein. Es besteht aus einem Haupthaus, 2 Appartements (zur Vermietung) und der Tauchstation. Super einsam aber sehr gemütlich. Wir verbringen einen netten Abend und verabschieden uns mit Auf Wiedersehen in 2024.