Matuku

Vulaga: Buckelwal-Begegnung direkt im Ankerfeld und herzliche Aufnahme im Dorf prägen den Start. Es folgen Sevusevu, Einblicke ins Inselleben, Tauchen am Riff und eine anspruchsvolle Nachtpassage zum nächsten Ziel im Fidschi-Archipel.

Matuku

13.07 - 18.07.2024

12:30 Uhr geht es Anker auf in Vulaga um am folgenden Tag bei Tageslicht dort in den Pass einzufahren. Nach 110 sm fahren wir morgens gegen 8 Uhr in den Pass ein. Während wir in der Bucht noch nach einem guten Ankerplatz Ausschau halten taucht neben uns ein Buckelwal auf - was für eine Begrüssung… Als der Anker eine halbe Std später sitzt dreht der Wal immer noch seine Runden durch die kleine Bucht. Er kommt so dicht zum Boot - wir hätten ihn berühren können. 1,5 Std können wir Fotos und Videos machen, ein tolles Erlebnis. Das letzte Mal wo wir den Walen so Nahe waren ist 2023 in Tonga gewesen. 

Am Nachmittag fahren wir mit unserem Buddyboot Aloma zum Dorf um das traditionelle Sevusevu zu machen. Der Chief persönlich nimmt uns in Empfang und auf dem Weg zu seinem Haus informiert er uns über die dörflichen Gegebenheiten. Es ist Sonntag, der Tag wo die gesamte Familie zum Essen zusammenkommt - kurzerhand wird zusammengerutscht und wir sitzen mit im Kreis der Familie. Es gibt Fisch, Gemüse und Kasava (Kartoffel ähnlich). Wir erzählen von unsere Reise bis hierhin und erfahren ebenfalls einwenig über die Dorfgemeinschaft hier. Im Vergleich zu Vulaga sieht man hier massiv gebaute Häuser, betonierte Wege sowie Solar an jedem Haus. Hier im Dorf wird die beliebte Kavapflanze angebaut und in ganz Fiji vertrieben, das beschert dem Dorf ein gutes Einkommen. Bei unserem Dorfrundgang zeigt uns ein Bewohner ganz stolz sein gerade fertiggestelltes zweistöckige Haus. Sein Bruder der in Amerika lebt hat es wohl finanziert. Die auffällig vielen Schlafzimmer werden für die Familienbesuche zu Weihnachten benötigt beantwortet er unsere Frage danach. Die Kosten 500K Fijidollar - mit der größte Anteil sind die Transportkosten für das Material zur Insel. Das Haus passt nicht wirklich ins Dorfbild aber das ist Geschmacksache... - gibt ja auch kein Bauamt !

Am folgenden Tag stossen Bea & Erwin von der Sawadiva zu uns. Sie mussten einige Wochen ersatzteilbedingt in Savusavu verbringen. Wir chartern den Chief mit seinem Panga um am Aussenriff zu tauchen und ein Nachbardorf zu besuchen. Dort steht eine überdimensionale Kirche, gebaut 1964. Während dieser Zeit lebten ca 200 Menschen dort, jetzt aktuell nur noch weniger als 20. Vier Männer um die 50 halten die Häuser instand, die nur zu Ferien und der Weihnachtszeit bewohnt werden, der Rest ist älter als 60 Jahre. Die Jungen zieht es meist auf die Hauptinsel Vito Levu.

In “unserem Dorf“ während einer Kavazeromonie mit einigen recht jungen Männern erfahren wir das es in dem Dorf keine jungen Frauen gibt. Alle ziehen es vor nach der Secondary  School, die es nur auf den großen Inseln Vito Levi & Van Levi gibt, dort zu arbeiten oder zu studieren - ein Problem für die Dorfgemeinschaften. 

Bevor wir zu unserem nächsten Ziel das  “Great Astrolabe Riff“ segeln verabreden wir uns mit Jessi aus dem Dorf zu einer Wanderung am nächsten Tag. Die Wanderung ist eher eine Kletterpartie auf einen naheliegenden Berg (340 mtr) - nicht ganz ungefährlich. Die Aussicht war jedoch die Kletterei wert. 

Wir verabschieden uns von den freundlichen Menschen und machen uns am frühen Abend auf den Weg - eine Nachtfahrt von 90 sm die wir bei 20/28  kt mit 40-50 Grad am Wind segeln, nicht wirklich gemütlich. Am frühen Mittag fällt der Anker vor der kleinen Insel Vuvulevu.