Richtung Norden

Von Puerto Escondido geht es über die Ost-Baja mit Stopps in San Carlos, San Pedro und Bahia Kino Richtung Norden. Tauchen, Inseln, Nachtfahrten und unerwartete Begegnungen prägen die Reise bis Puerto Peñasco. Danach Werftzeit und Rückkehr nach Europa.

Richtung Norden

Von Puerto Escondido nach Puerto Penasco

09 Mai 2022

Nachdem ich die Marina Puerto Escondido verlassen habe geht es gemütlich Richtung Norden. Diesmal auf der östlichen Seite der Baja. 

Von den Islas Coronado, wo ich 3 Tage auf das richtige Wetterfenster warten musste, segel ich über Nacht nach San Carlos. Mit konstantem Wind war es eine schöne und schnelle Überfahrt. Morgens um 5 Uhr fiel der Anker in der gut geschützten Bucht Magdalena vor der Marina San Carlos. Erstmal eine Runde geschlafen und dann zum Eisessen und Kaffee in die Marina gefahren. Vom Ankerplatz sind es nur 5 min mit dem Dingi. 

Der Ort San Carlos gibt kulturell nicht wirklich viel her. Man hat Restaurants, Supermarkt diverse kleine Geschäfte und ansonsten viele Siedlungen, die meist von Amerikanern bewohnt werden. In der Marina sind alle Annehmlichkeiten, die man als Cruiser schätzt, vorhanden. Das Restaurant Hammerheads (mein Favorit) hat gute Tacos und am Wochenende Lifemusik. Nach 2 guten Tagen geht es weiter mit Bayhopping Richtung Norden.

In der Bay San Pedro liegen schon ein paar Schiffe vor Anker und kurz nach meiner Ankunft werde ich auch schon zum abendlichen Get-Together am Strand eingeladen. Hier lerne ich eine neuseeländische Familie kennen die mit ihrem 5jährigen Sohn Nico von Mexico aus zurück nach NZ segeln wollen. Ich lade sie ein zu einem Tauchausflug zur Insel San Pedro ein, die nur 7 sm vor der Küste liegt. Wir gehen an 2 Tagen gemeinsam tauchen und haben eine Menge Spass - Hier habe ich ein Video verlinkt der unseren Törn zeigt:

Nach drei angenehmen Tagen in Gesellschaft heißt es Abschied nehmen und ich setze meine Fahrt fort zum nächsten Ziel Bahia Kino. In dieser großen Bucht mit dem Ferienort Bahia Kino möchte ich noch Diesel tanken was sich als nicht so einfach herausstellt. Mit dem Dingi vorab den Strand abgefahren aber wegen des Schwells keine passende Stelle zum anlanden gefunden. Zum Glück konnte ich mit Hilfe eines englisch sprechenden Mexikaner eine Abholung von Serenity organisieren. Die Anlandung am Strand mit den Kanistern am Strand war auch mit dem Panga spannend und nass. Dort angekommen bekomme ich ein Transportmittel der besonderen Art angeboten. Ein Motorrad mit selbstgebautem Seitenwagen bringt mich mitsamt Kanister zur Tankstelle und retour. 

Von hier aus Richtung Isla Los Angeles kann ich bei der Überquerung der Baja ein paar unbewohnte Inseln als Nachtstop nutzen und ankere in einsamen Buchten die selten von Seglern besucht werden. 

Nachdem ich mir auf dem Weg einige Ankerplätze angeguckt habe erreiche ich nach 4 Tagen die Inseln Los Angeles. Diese Bucht wird gerne als Hurricane-hole von Langzeitseglern genutzt und ist absolut ruhig - kein Schwell keine Welle -

Ich genieße die Ruhe für 2 Nächte, besuche noch 2 Ankerplätze im Anschluss bevor ich von Puerto Refugio mit einer Nachtfahrt mein Ziel Puerto Penasco erreiche. Pünktlich um 10 Uhr warte ich vor der Slipanlage der Werft Cabralles um Serenity aus dem Wasser zu heben. Mit etwas Verspätung steht Serenity ein paar Stunden später auf dem Trockenen. 

Hier treffe ich auch  meine Segelfreunde Roswitha und Walter wieder deren Boot seid Ende 2021 hier auf der Werft zum Refit steht.

Die 3 Tage zusammen vergehen wie im Flug. Während der heißen Zeit hier (bis zu 45 grad) reisen die Beiden von Phonix nach Seattle um von dort mit dem Fahrrad Richtung San Francisco,Los Angeles, Mescalli zu starten - Hut ab -. Für mich geht es mit Zwischenbesuch in Cuernavaca wieder nach Fuerteventura.