Törn nach Vulaga
Nachtfahrt nach Vulaga: Früher Aufbruch, wechselnde Windbedingungen und eine ruhige Überfahrt führen schließlich in den engen Pass des Atolls – trotz gestrandeter Marineeinheit. Nach 37 Stunden fällt der Anker in einer traumhaften Lagune.
Abfahrt nach Vulaga um 4:00. Leise schleichen wir uns aus dem Bojenfeld Richtung Hafenausfahrt. Mit der Taschenlampe halten wir Ausschau nach den unbeleuchteten Bojen. Kurze Zeit später sind wir aus dem Hafenbereich raus noch ca 4 sm aus der Bucht motoren dann können wir die Segel setzen bei mässigem Südostwind. Mit 40 Grad am Wind und Welle gegen an ist es die ersten Stunden recht ungemütlich. Zum frühen Abend muss der Motor für ein paar Std laufen da wir den Wind, aus Süd, genau auf der Nase haben. Zum Glück dreht er dann doch wie vorhergesagt nach Ost. Die Nacht ist ruhig und warm sodas ich die ganze Zeit im Cockpit verbringen kann.
Gegen Morgen dreht der Wind dann auf Ostnordost und wir können den Kurs mit Ziel Vulaga direkt anlegen. Mit 6-7 kt Fahrt kommen wir gut voran und es sollte passen um mit dem letzten Tageslicht durch den Pass zu kommen. 16:00 Uhr und der Pass liegt vor uns jedoch mit einem Hindernis. Ein Schiff der Marine liegt auf Grund direkt am Pass. Zuerst dachte ich der Pass ist versperrt doch als wir uns der Einfahrt nähern sehen wir das es direkt in der Einfahrt aufs Riff gefahren ist.
Denke der Kapitän kann sich auch um einen neuen Job kümmern. - Unglaublich -
Es steht noch eine Welle in der Passeinfahrt. Mit ordentlich Adreallin geht es durch die Welle in den Pass, vorbei an dem kürzlich gestrandeten Marineschiff was nicht gerade beruhigend wirkt…
Der Pass ist nur ca 25 mtr breit, nicht betonnt aber die Untiefen rechts und links sind gut erkennbar. Im Atoll fahren bei Wassertiefen von 3-8 mtr langsam an kleinen Inseln vorbei die wie Pilze aus dem Wasser ragen - traumhaft schön hier -
Der Anker fällt nach 37 Std und knapp 200 sm auf sandigem Grund, besser geht nicht !!

