Suwarrow

Suwarrow Atoll 670 sm Passage von Bora Bora in ~6 Tagen, Einklarierung bei den Rangern im Nationalpark. Gemeinsames Barbecue am Strand, Angeln im Atoll, danach Anker freigetaucht (Korallenverwicklung) und Weiterfahrt Richtung Samoa.

Suwarrow

Am 16.08 nach dem Frühstück geht es Anker auf. Die Strömung und Wellenhöhe ist akzeptabel und so können wir den Pass ohne Schwierigkeiten befahren. 670 sm liegen vor unserem Bug heißt 5-6 Tage je nach Windsituation. Aloma mit Roswitha und Walter starten von Bora Bora zur selben Zeit. Die Überfahrt ist recht ruhig, nicht zu viele Squals in der Nacht machen die Nachtwachen angenehm. Am Morgen des sechsten Tages fahren wir nach Freigabe des Ranchers durch den Pass ins Atoll Suwarrow. Hier gibt es nur einen genehmigten Ankerplatz vor einem Motu. Dort leben auch die beiden Rancher die von Juni bis November auf der Insel Dienst tuen. In den restlichen Monaten des Jahres kommen wegen der Hurrikan Saison selten Schiffe auf dieser Route vorbei.  

Im Ankerfeld liegen einige Schiffe, die wie wir einen Stop einlegen bevor es weiter nach Tonga oder Samoa geht. Buddy-Boot Aloma trifft ebenfalls am selben Tag ein und wir erledigen die Einklarierung bei den Rancher gemeinsam. Harry einer der Beiden kenne ich noch von meinem Besuch hier in 2019. Wie schon 2019 können wir wieder ein gemeinsames Barbecue am Strand mit den Ranchern organisieren. Für Beiden auch eine willkommene Abwechslung. Am Mittag fahre ich mit Harry und seiner Kollegin  in Ihrem Boot raus um Fisch zum grillen zu fangen. Kein halbe Stunde später liegen fünf Prachtexemplare im Boot. Am Abend bringen jede Crew diverse Salate mit und bei Wein und Bier werden die Erlebnisse der vergangenen Passagen zum Besten gegeben. Mal wieder ein gelungener Abend. 

Wir hatten schon ausklariert und verlassen am nächsten Tag die Insel Richtung Samoa. Leider mit etwas Verspätung, da erst der Anker freigetaucht werden musste. Die Kette hatte sich mehrmals um eine Korallenkopf gewickelt…

Info zur Insel

Suwarrow wurde 1978 zum National Heritage Park und Vogelschutzgebiet erklärt. Die Insel selbst, ihr Riff und ein sechs Kilometer großes Gebiet um sie herum sind nach den Gesetzen der Cookinseln vollständig geschützt. Dreißig kleine Inseln (Motus) säumen die Lagune. Hunderttausende Seevögel leben dort, darunter einige der seltensten der Welt. Yachten benötigen VOR dem Besuch der Insel eine Sondergenehmigung und das Ankern ist kostenpflichtig. Die Seegrenze der Insel wurde nach Covid gerade erst wieder geöffnet.

Inselverwalter wie Harry Papa'i werden alle fünf Jahre von der Regierung der Cookinseln ausgewählt, um sich um die Insel zu kümmern. Harry ist im Jahr 2023 mit der stellvertretenden Parkwächterin Teina Vakapora zurück. Gemeinsam sind sie für den Schutz und die Bewirtschaftung der Umwelt und der Tierwelt der Insel verantwortlich. Sie fungieren auch als Zoll-, Einwanderungs- und Biosicherheitsbeamte für besuchende Yachties, die ihnen gegen eine Gebühr von NZ$ 50 für den Ankerplatz in der Lagune helfen. Ihr Zuhause dient gleichzeitig als Zyklonschutz der Insel. Die Betreuer werden niemals einsam sein ... sie teilen sich die Insel mit schätzungsweise einer Million Seevögeln!