Samoa
Samoa 550 sm von Suwarrow Atoll in 4,5 Tagen nach Apia gesegelt. Einklarieren und Liegeplatz in der Marina, Inselrundfahrt, Waterfall-Hike und Kulturprogramm inkl. Feuertanz. Danach Nachtfahrt nach Tonga.







Suwarrow-Samoa. Ca 520 sm, 5 Tage, 23.08 - 28.08
Bei leichtem Wind starten wir Richtung Samoa, für die ca 550 sm planen wir 4-5 Tage. Am 28.08 morgens nach 4,5 Tagen laufen wir im kleinen Hafen von Apia der Hauptstadt der Insel ein. Der Hafenkapitän weist uns einen Ankerplatz zu und die Offiziellen lassen auch nicht lange auf sich warten - schnell ist der Papierkram erledigt. Gemeinsam mit Aloma bekommen wir einen Liegeplatz in der kleinen Stadtmarina, Glück gehabt da diese recht voll ist. Jetzt noch schnell zur Immigration dann sind wir offiziell einklariert. Ein Taxifahrer fährt uns in die Stadt ohne Bezahlung, wir bekommen seine Karte falls wir in Zukunft Transport benötigen - gutes Marketing - aber uns fällt direkt positiv auf, das alle Einheimischen sehr freundlich sind.
Den ersten Abend verbringen wir in dem Marina Restaurant bei Bier und Hamburger und planen unser Woche. Inselrundfahrt, Waterfall-Hike, Besuch Culture Town und der berühmte Feuertanz stehen auf unserer Wunschliste.
Wir starten mit einer Inselrundfahrt per Taxi am folgenden Morgen. Während der 5 stündigen Rundfahrt zeigt uns der Fahrer seine Insel. Immer wieder erwähnt er das die Insel am meisten durch die Deutsche Besatzung profitiert hat, Engländer und Neuseeländer kommen bei ihm nicht so gut weg. Naja vielleicht auch weil er weiß wen er im Auto sitzen hat ;-)
Wir mache einen Stop an einer Muschel-Aufzucht-Station. Hier kann man gegen einen kleinen Betrag durch das abgesperrte Zuchtgebiet schnorcheln. Das Highlight sind die “Giantclams“ - Diese am Boden lebenden Riesenmuscheln sind die größten Mollusken der Erde. Sie können eine Länge von 1,20 mtr erreichen und mehr als 500 Pfund wiegen. Sie leben nur in warmen Wasser und sind von dem Aussterben bedroht. Schönes große Muscheln!
Wir stoppen zur Erfrischung noch an einem To-Sua was wörtlich bedeutet - Riesiges Schwimmloch.
Das To Sua entstand während eines alten Lavaausbruchs, als das umgebende Land abrutschte, und besteht aus zwei großen Löchern, die durch eine Lavaröhrenhöhle verbunden sind. Das Hauptloch – das Becken – ist mit Meerwasser gefüllt und durch eine Unterwasserhöhle mit dem Meer verbunden. Super Schwimmbad…
Am nächsten Tag geht es früh zur Flaggenparade in die Stadt. Jeden Tag um 9:00 Uhr wird mit Kapellenmusik vor dem Rathaus die Flagge durch die Polizei gehisst. Im Anschluss informieren wir uns im Touristenbüro über die Führung durch das Kulturdorf. Um einen schnellen Einblick in die Kultur und Traditionen Samoas zu erhalten wird der Besuch das Samoa Cultural Village empfohlen. Die Führung durch das Samoa Cultural Village bietet Tapa-Herstellung, traditionelles Tätowieren oder „Tatau“, das Schnitzen kultureller Artefakte, die Zubereitung des „Umu“ oder Erdofens und vieles mehr! Die Führung ist kostenfrei jedoch freuen sich die Akteure am Schluß der Führung über ein Trinkgeld.
Auf dem Falease’ela River Walk gibt es so viel zu sehen, von gigantischen, tausend Jahre alten Bäumen bis hin zu Wasserfällen und fluoreszierenden Vögeln. Eine Autostunde südwestlich von Apia auf Upolu bietet der Weg all dies und spektakuläre Lavaformationen. Die Wanderung durch und entlang des Flusses Liua le Vai o Sina dauert vier bis sechs Stunden. Die Flusswanderung bei der man von unterschiedlich hohen Wasserfällen springen kann stand auf dem ersten Platz meiner Bucketlist für Samoa ;-) - Es hat meine Erwartungen voll erfüllt - eine unvergessliche Wanderung.
Abends sitzen wir noch zu einem Eis in einen kleinen Lokal als sich ein Local zu uns an den Tisch setzt. Er fragt neugierig woher wir kommen, wie wir Samoa bisher erlebt haben. Wir erzählen eine Weile bevor wir merken das er der Besitzer ist. Wir haben wohl einen guten Eindruck bei ihm hinterlassen denn er lädt uns zur Neueröffnung seines Lokals im Kulturdorf ein. Gerne nehmen wir die Einladung an und pünktlich am nächsten Abend stehen wir vor dem Eingang des Freilicht Restaurant. Nachdem der Türsteher die Genehmigung des Chefs bekommen hat dürfen wir eintreten. Wir schauen uns um und es sind nicht wirklich viele Bleichgesichter anwesend. Es folgen diverse Reden der Offiziellen unter anderem erkennen wir auch die Premierministerin von Samoa darunter. Wow, wo sind wir hier gelandet…. Nachdem der Chef die Abschlussrede gehalten hat geht die Show los mit diversen Gruppen und Solotänzen. Besonders beeindruckend die Feuertänze
Ein super Abend Dank der netten Einladung
Die Tage fliegen wieder mal dahin und unser geplanter Abfahrtstag rückt immer näher. Das beste Wetterfenster zu unserem nächsten Ziel die nördlichste Insel von Tonga finden wir am 02.09. Morgens um 6 Uhr mit dem ersten Tageslicht werfen wir die Leinen los um mit einer Nachtfahrt die Insel Niuatoputapu zu erreichen. Samoa wird uns in guter Erinnerung bleiben mit ihrer üppigen Vegetation und den freundlichen Menschen !!
Info zu Samoa
Samoa, Land im zentralen Südpazifik, gehört zu den westlichsten Inselstaaten Polynesiens. Der Legende nach ist Samoa als „Wiege Polynesiens“ bekannt, da die Insel Savai‘i Hawaiki, die Heimat Polynesiens, sein soll. Die samoanische Kultur ist zweifellos von zentraler Bedeutung für das polynesische Leben, und ihre Musik-, Tanz- und bildenden Kunststile haben auf den pazifischen Inseln und auf der ganzen Welt Ansehen erlangt.
Das internationale Image des Landes ist das eines tropischen Paradieses, das von touristenfreundlichen, blumengeschmückten Völkern bewohnt wird. Dies täuscht jedoch über die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Herausforderungen dieses vielfältigen und sich entwickelnden pazifischen Mikrostaats hinweg. Samoa erlangte 1962 nach mehr als einem Jahrhundert ausländischer Einflussnahme und Fremdherrschaft seine Unabhängigkeit von Neuseeland, bleibt aber weiterhin Mitglied des Commonwealth. Bis 1997 hieß das Land West-Samoa. Die Hauptstadt und wichtigstes Handelszentrum ist Apia auf der Insel Upolu.
Deutsch-Samoa war von 1900 bis 1914 (de facto) bzw. 1919 (de jure) eine deutsche Kolonie im westlichen Teil der Samoainseln. Sie umfasste mit den Inseln Upolu, Savaiʻi, Apolima und Manono das Gebiet des heutigen Staates Samoa. Deutsch-Samoa war, abgesehen vom Pachtgebiet Kiautschou in China, das einzige deutsche Kolonialgebiet im asiatisch-pazifischen Raum, das getrennt von Deutsch-Neuguinea verwaltet wurde.