Niuatoputapu, Tonga
Niuatoputapu 190 sm von Samoa, Einklarieren am Pier per Dingi. Warten aufs Wetterfenster, dann Richtung Neiafu (Vava’u). Unterwegs reißt das Großsegel, Weiterfahrt unter Genua, schließlich Ankerbier in Neiafu.



02 -03.09.24 Überfahrt
Niuatoputapu ist die nördlichste Vulkaninsel im Inselstaat Tonga im Pazifischen Ozean - Der Name bedeutet Heilige Insel.
Von Samoa ca 190 sm entfernt fällt nach einer sportlichen Überfahrt unser Anker am frühen Sonntag Nachmittag im sandigen Grund vor dem Pier der Insel.
Mit Aloma kommen wir fast gleichzeitig an und entscheiden am nächsten Tag einzuklarieren, da am Wochenende Zuschläge anfallen.
Am nächsten Morgen setzen wir mit dem Dingi über und versuchen am Pier Infos zu bekommen wie wir mit den Offiziellen Kontakt aufnehmen können, da keiner auf unseren Funkruf reagiert hat. Wir erfahren das man Diese schon informiert habe und wir sollen am Pier warten. 30 min später trudeln die Kollegen ein und möchten den Papierkram auf den Booten erledigen. Sie haben kein eigenes Boot und wir nur mit einem Dingi unterwegs sind bringe ich erstmal Marcia, Roswitha und Walter an Bord und im Anschluss hole ich die 3 Beamten ab. Die Papiere sind schnell erledigt, die Kosten werden in US Dollar beglichen - nicht ganz ohne verglichen mit 2019 - dann wird noch ganz unverblümt nach Wein gefragt. Mit 2 Bier und einer Flasche Wein gehen die Kollegen anschließend von Bord. Auf der Aloma haben sie nicht soviel Glück, keinen Wein mehr…
Nachdem wir uns nun frei in Tonga bewegen dürfen machen wir uns auf den Weg den naheliegenden Ort zu erkunden. Auf dem Weg werden wir freundlich von den Bewohner begrüßt. Ca 700 sollen hier leben aber nach unserer Schätzung sind es eher die Hälfte…
Der Ort entpuppt sich als kleines Dorf mit einem Postamt und einem kleinen Markt der wie so oft hier im Pazifik von einem Chinesen betrieben wird.
Die Insel dient nur als kurzen Zwischenstop auf unserem Weg nach Neiafu (Vava`U Island) und da es auch nicht wirklich viel zu sehen gibt möchten wir schnellstens weiter. Leider ist die Windrichtung zu sehr südlich um ohne zu kreuzen unser Ziel zu erreichen. In 2 Tagen sollte es besser werden. Am nächsten morgen trifft noch ein Boot ein das auf dem Weg nach Fidschi den Mast verloren hat. Wir helfen mit Diesel aus damit die Crew Neiafu (180 sm) unter Motor erreichen kann. Die Zeit vertreiben wir uns mit schwimmen, schnorcheln, wandern und gemeinsamen Kochen am Abend.
Nach 2 Tagen warten entschließen wir uns zu starten, die Windrichtung passt einigermaßen, jedoch Schwell und Welle werden das segeln recht ungemütlich machen. Wir starten wieder am frühen morgen bei Sonnenaufgang. Nachdem wir den Pass verlassen haben motoren wir erstmal gen Osten noch im Schutz der Insel. Als wir aus Lee-Seite der Insel heraus sind geht es unter Vollzeug hart am Wind Richtung Ostsüdost. Als im laufe des Tages Wind und Welle zunehmen reißt beim reffen das Mainsegel im oberen Drittel komplett durch - schöne Sch….. -
Ich bekomme das Segel zwar noch eingerollt aber mit der Genua alleine macht es bei diesen Bedingungen keinen Spaß. Erst am nächsten Tag, als wir den Schutz der Insel Vava`U erreichen, werden die Schiffsbewegungen ruhiger. Am frühen Nachmittag fällt in der Bucht vor dem Ort Neiafu der Anker. Ankerbier verdient !!