Tonga Neiafu
Tonga (Vavaʻu): In Neiafu erleben wir Whale-Watching mit Buckelwalen, Tauchen am Wrack der Clan McWilliam und traumhafte Buchten. Höhlen, fliegende Hunde und Inselerkundungen machen die Tage abwechslungsreich, bevor es weiter Richtung Fiji und Zyklonsaison geht.








Neiafu ist der Hauptort und die größte Stadt der Inselgruppe Vavaʻu im Norden des pazifischen Königreichs Tonga. Die Stadt liegt am Port of Refuge, einem Tiefwasserhafen an der Südküste von ʻUtu Vavaʻu und hat ca 3800 Einwohner.
Auf der Vava'u-Inselgruppe im Königreich Tonga herrscht das ganze Jahr über ein Klima, das zum Schwimmen, Schnorcheln, Tauchen und Segeln geeignet ist. Einige Inseln sind von weißen Sandstränden umgeben, während andere tropische Wälder, Höhlen auf Meereshöhe und dramatische Kalksteinfelsen bieten.
Wir bleiben die ersten Tage im Ankerfeld liegen und unternehmen von hier aus eine Inselrundfahrt, gehen mit Walen schnorcheln, betauchen ein Wrack hier in der Ankerbucht und tauchen mit einer ansäßigen Station an der Felsküste.
Das Highlight hier auf Tonga ist zweifelsfrei das “Whale-Watching“ Australier und Neuseeländer buchen 3-5 tägige Touren um den Tieren beim schnorcheln möglichst nahe zu kommen. Man muss sagen das die Operator alle entsprechend ausgebildet sind, das kein Tier, hauptsächlich Mutter mit Kalb, belästigt wird.
Wir buchen einen Tag und haben das Glück mit diesen Kolossen schnorcheln zu können - es war ein super Erlebnis.
Die Inselrundfahrt war ganz nett um die Insel auch mal aus einer anderen Perspektive zu sehen… Tauchen an der Felsküste war ok auf Grund der guten Sicht, jedoch haben wir nicht wirklich viel Leben unter Wasser gesehen. Ganz anders beim Wracktauchen der Clan McWilliams. Viel Fisch aber wenig Sicht.
Wrackinfo
Die Clan McWilliam liegt in 122 Fuß (37 m) Wassertiefe am anderen Ende des Hafens von Neiafu. Es handelte sich um einen 6.000 Tonnen schweren und 127 m langen Kopradampfer, der 1918 gebaut wurde. Im Dezember 1927 lief sie mit einem schwelenden Feuer in ihrem Laderaum Nr. 3 in den Hafen von Neiafu ein. Die vorderen Laderäume brachen zusammen und rissen mehrere Platten auf. Der Kapitän und der Ingenieur versuchten, das Schiff zu retten, indem sie es im seichten Wasser am Fuße der Bucht auf Grund laufen ließen, schafften es aber nicht rechtzeitig. Einer Geschichte zufolge sperrte der Kapitän den Ingenieur im Maschinenraum ein, um ihn davon abzuhalten, das Unternehmen abzubrechen.
Das Wetter zwingt uns ein paar Tage länger hier zu bleiben bevor wir die umliegenden Inseln erkunden können. Der erste Ankerplatz, Port Maurelle, den wir anlaufen ist eine recht gut geschützte Bucht mit einem kleinen Sandstrand genau richtig zum Schwimmen und schnorcheln. Von hieraus besuchen wir noch drei andere schöne Buchten bevor wir hier wieder vor Anker gehen. Aloma treffen wir hier wieder und gemeinsam fahren wir mit dem Dingi zur Insel Nuapapu an deren Westseite sich eine Unterwasserhöhle befindet die wir erkunden wollen. Da sich der Eingang der Höhle unter Wasser befindet und wir nur die Koordinaten haben dauert es bis wir endlich fündig werden. Man muss ca 3mtr tief und 10mtr Strecke tauchen bevor man im Inneren der Höhle ist. Die Sonne steht genau richtig und wir genießen das herrliche Lichterspiel in der Höhle, Selbst die kleinen Fische leuchten hier in der Dunkelheit - einfach herrlich !!
Auf dem Rückweg machen wir noch einen Stop an einer anderen Höhle die mit dem Dingi befahrbar ist. Die Swallows Cave ist eine der beliebtesten Höhlen für Schnorchler und Taucher.
Wir drehen eine Runde in der großén Höhle und machen uns auf dann auf den Rückweg. Entlang der Küste fällt ein Baum auf der in der Krone eine Menge Bewegung zeigt. Bei näherem hinsehen entdecken wir hunderte fliegende Hunde die Kopfüber im Baum hängen.
Obwohl sie ziemlich furchteinflößend aussehen, sind Flughunde völlig harmlos. Noch nicht einmal Insekten müssen Angst vor ihnen haben. Flughunde sind nämlich reine Vegetarier. Sie ernähren sich nur von Pollen, Nektar, Blüten und Früchten. Dabei übernehmen sie eine wichtige Aufgabe: Sie bestäuben die Pflanzen und sorgen so für deren Vermehrung - wieder was gelernt ;-)
Unsere Zeit in Tonga neigt sich dem Ende. Die Cylon Season beginnt offiziell am 1 November und wir möchten noch ein wenig sehen von Fidschi bevor Serenity für 6 Monate aus dem Wasser geht. Wir segeln zurück nach Neiafu zum ausklarieren und um nochmals den Gemüsemarkt zu besuchen. Sind zwar nur 3 Tage bis Fidschi aber etwas Frisches an Bord ist nie verkehrt. Freitag Nachmittag verlegen wir uns wieder nach Port Maurelle von wo aus wir am Samstag morgen Richtung Fidschi starten. Vier erlebnisreiche Wochen in Tonga gingen recht schnell vorbei…